Zulassungsvoraussetzungen für die Zulassung zur Körung am Körtermin/Anerkennungstermin

Besondere Bestimmung des Vorstandes

 

 

Nr. 02-12/03

 

 

 

Zulassungsvoraussetzungen für die Zulassung zur Körung am Körtermin/Anerkennungstermin

 

 

 

Vor der Vorauswahl und der ersten Durchmusterung anläßlich der Körung wird die Widerristhöhe (Stockmaß) und die Röhrbeinstärke (Bandmaß) der Hengste am Körort durch den Zuchtleiter oder dessen Beauftragten gemessen. Die Abstammung muß den Bedingungen für die Eintragung in das Hengstbuch I gem. Zuchtbuchordnung entsprechen. Der Originalabstammungsnachweis muß vorliegen.

 

 

 

Vor der Körung ist die Identität des Hengstes durch den Zuchtleiter bzw. dessen Beauftragten einschließlich Farbe, Abzeichen und weiteren vorhandenen aktiven Kennzeichnungen zu überprüfen und zu bestätigen. Die in der Zuchtbuchordnung geforderten Unterlagen zur Identitätssicherung einschließlich des ggf. erforderlichen Probenmaterials usw. müssen auf Anforderung durch den Besitzer auf seine Kosten als Nachweispflichtigem vorgelegt bzw. bereitgestellt werden.

 

 

 

Vor der Körung kann die Verbandsgeschäftsstelle des VPZ/M-V zum Nachweis der Identität des Hengstes vom Besitzer ein Elternschaftsnachweisgutachten per Genomanalyse zu dessen Lasten verlangen.

 

 

 

In Ausnahmefällen kann dieses auf Antrag durch ein Gutachten zum Elternschaftsnachweis per Blutgruppenserologie erfolgen. Liegen die vorgenannten Gutachten zum Körtermin nicht vor, ist auf Kosten des Besitzers ein entsprechendes Gutachten innerhalb einer gesetzten Frist bei

 

Körung/Anerkennung nachzuweisen.

 

 

 

Vor der ersten Durchmusterung ist am Körort ein Gesundheitsgutachten Körgutachten gemäß beigefügter tierärztlicher Bescheinigung durch einen vom VPZ/M-V berufenen Gutachter (Tierarzt) zu erstellen und der Körkommission vorzulegen.

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Bei bereits von in anderen der FN angeschlossenen Pferdezuchtverbänden gekörten Hengsten kann auf ein erneutes Gesundheitsgutachten / Körgutachten durch die Verbandsgeschäftsstelle verzichtet werden. Die Verbandsgeschäftsstelle kann in diesem Fall die Vorlage eines älteren veterinärmedizinischen Gesundheitsgutachten / Körgutachtens fordern oder die Erstellung eines neuen Gutachtens auf Kosten des Besitzers anordnen.

 

 

 

Bei vorhandenen gesundheitlichen Mängeln, die die Zuchttauglichkeit und das Leistungsvermögen beeinträchtigen, ist ein Hengst von der weiteren Teilnahme an der Körung auszuschließen. Die Hengste müssen frei von erheblichen gesundheitlichen Mängeln, Untugenden sowie Gebiß- und Hodenanomalien sein.

 

 

 

Die Verbandsgeschäftsstelle kann die Vorlage der Originale der Protokolle der Eigenleistungsprüfung, des FN-bestätigten Turniersportnachweises, den Nachweis über die bisher erreichten FN-Zuchtwerte bzw. bei einem Englischen Vollbluthengst den vom Direktorium für Vollblutzucht bestätigten Nachweis über bisher erreichte GAG fordern. Die Erfüllung der gemäß ZBO /M-V für die Eintragung des Hengstes in das Hengstbuch I erforderlichen Mindestanforderungen muß schriftlich nachgewiesen werden. Nachweispflichtig ist der Besitzer des Hengstes.

 

 

 

Die sich aus der EU-Entscheidung 92/353/EWG vom 11.06.1992 – Anerkennung als Zuchtbuch über den Ursprung der Rasse – ergebene Richtlinienkompetenz der Ursprungszuchtbücher hinsichtlich Erfüllung weitergehender Anforderungen findet Anwendung.

 

 

 

Güstrow, 18.12.2003 – Der Vorstand