Vorbereitung und Durchführung von Stutenleistungsprüfungen

Besondere Bestimmung des Vorstandes

 

 

 

Nr. 01 – 04/03

 

 

 

Bestimmungen des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern e.V. über die Vorbereitung und Durchführung von Stutenleistungsprüfungen in Mecklenburg-Vorpommern

 

 

 

1.  Allgemeine Bestimmungen

 

Die Stutenleistungsprüfungen in Mecklenburg-Vorpommern werden nach der Richtlinie für die Durchführung der Stutenleistungsprüfung für Reitpferde der Zuchtrichtung Reiten in Mecklenburg-Vorpommern ‑ Stationsprüfung ‑ bzw. der Richtlinie des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern e. V. für die Durchführung der Stutenleistungsprüfung für Reitpferde der Zuchtrichtung Reiten in Mecklenburg-Vorpommern ‑ Feldprüfung ‑ in der gültigen Fassung durchgeführt. Die Stutenleistungsprüfungen für die Pony-, Kleinpferde- und Spezialrassen werden gemäß Zuchtziel nach den jeweils geltenden Richtlinien durchgeführt.

 

 

 

2. Besondere Bestimmungen

 

 

 

2.1. Terminreservierungen

Terminreservierungen für die Zuchtrichtung Reiten sind im Zeitraum vom 15.11. bis 1.12. des Vorjahres und für die Pony-, Kleinpferde und Spezialrassen sind im Zeitraum vom 15. 3. – 1. 4. des Jahres schriftlich bei der Verbandsgeschäftsstelle zu beantragen. Für später eingehende Reservierungsanträge wird eine Nachmeldegebühr von 150,- € berechnet.

 

Die Terminreservierungen erfolgen in der Reihenfolge des Post- bzw. Faxeinganges.

 

Als Prüfungstag wird jeweils ausschließlich der Dienstag als Wochentag festgelegt.

 

 

 

2.2. Antragstellung

 

Die Durchführung von Stutenleistungsprüfungen ist bis zum 15. März d.J., spätestens jedoch 8 Wochen vor Beginn der Prüfung bei der Geschäftsstelle des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VPZ), Speicherstraße 11 in 18273 Güstrow, schriftlich zu beantragen. Für verspätet eingehende Anträge wird eine Nachmeldegebühr von 100,- € berechnet. Geht ein Antrag innerhalb von 30 Wochentagen vor dem Prüfungstag ein, ist er abzulehnen.

 

Für die Bestätigung der beantragten Stutenleistungsprüfung sind der ordnungsgemäß ausgefüllte Antrag, die Kopie der Genehmigung zum Betreiben eines Reit- oder Fahrbetriebes nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 Bst. c des Tierschutzgesetzes i.d.F. vom 17. Februar 1993 (BGBl. I S. 254) zuletzt geändert durch Art. 86 des Gesetzes vom 27. April 1993 (BGBl. I S. 512, 2436) sowie bei Stationsprüfungen der Trainingsplan einzureichen.

 

 

 

2.3. Bestätigung

 

 

Der Bescheid des VPZ über die Zulassung der Stutenleistungsprüfung einschließlich der vorgesehenen Sachverständigen ergeht innerhalb von 21 Kalendertagen nach Antragseingang an den Antragsteller. Die zuständige Behörde erhält eine Kopie des Bescheides.

 

 

 

 

2.4. Anmeldung der teilnehmenden Stuten

 

Zu den Stutenleistungsprüfungen in Mecklenburg-Vorpommern sind nur Stuten zugelassen, die am Tage des abschließenden Leistungstest´s ein Mindestalter von 36 Monaten und ein Stockmaß ³ 135 cm nachweisen. Der Veranstalter wird aufgefordert, 14 Kalendertage vor Beginn der Prüfung die Aufstellung aller, für die Teilnahme an der Stutenleistungsprüfung vorgesehenen Stuten unter Verwendung der Teilnehmerliste an die Geschäftsstelle des VPZ zu melden.

 

Liegen drei Tage vor dem Prüfungstag die Angaben zu den teilnehmenden Stuten nicht in der Geschäftsstelle des VPZ vor, werden die zusätzlich entstehenden Kosten zur Ermittlung der fehlenden Angaben dem Veranstalter in Rechnung gestellt.

 

 

 

 

2.5. Durchführung der Stutenleistungsprüfung

 

Die an einer Stutenleistungsprüfung teilnehmenden Stuten sollen sich bei Beginn der Prüfung auf einem gleichmäßigen Stand der Vorbereitung befinden. Sinnvoll ist es, wenn die Stuten als Remonten in Grundkondition vorgestellt werden. Sie sollten mit Sattel, Trense und Longe sowie am Sprung vertraut sein. Ungenügend vorbereitete Stuten können durch die Sachverständigen von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen werden.

 

Den Teilnehmern an Feldprüfungen ist die Möglichkeit zur Vorbereitung der Stuten auf einem Abreiteplatz einzuräumen.

 

Das Training der Stuten sowie die Prüfung ist im Zeitraum von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu organisieren. Es ist darauf zu orientie
ren, daß die Trainingseinheit/ Stute maximal 1 Stunde/Tag beträgt. Ferner ist sicherzustellen, daß im Training und zur Prüfung maximal 5 Stuten/Reiter gearbeitet werden.

 

Der Veranstalter erstellt eine Starterliste, auf der die Stuten zu den einzelnen Teilprüfungen eingeteilt sind. Wird eine Stute nicht innerhalb von zwei Minuten nach dem dritten Aufruf zur Teilprüfung vorgestellt, gilt die Prüfung für die betreffende Stute als nicht bestanden.

 

Das Sprunghindernis ist aus drei Elementen aufzubauen (Vorlegestange, In-Out, Steilsprung bzw. Oxer). Die Anordnung der Hindernisse kann auf Weisung der Sachverständigen der Veranlagung der Stuten angepaßt werden.

 

 

 

 

2.6. Anerkennung der Stutenleistungsprüfung

 

Eine Stutenleistungsprüfung wird im Sinne der o.g. Richtlinien anerkannt, wenn mindestens 15 Stuten die Prüfung mit vollständigen Ergebnissen in allen Bewertungskriterien beenden.

 

 

 

 

2.7. Wiederholung einer Stutenleistungsprüfung

 

Die Eigenleistungsprüfung kann einmal wiederholt werden. Der Zeitraum zwischen Beendigung der ersten Prüfung und Beginn der Wiederholungsprüfung sollte aus Tierschutzgründen mindestens 8 Wochen betragen.

 

 

 

 

2.8. Haftungsausschluß

 

Für die Nichtanerkennung einer Stutenleistungsprüfung nach Pkt. 2.5. haftet der Veranstalter.

 

 

 

Güstrow, 7. 4. 03 <Güstrow- Der /p>

Vorstand