Selektionsstufen im Rahmen eines Zuchtprogramms

Besondere Bestimmung des Vorstandes

 

 

Nr. 08 – 04 / 03

 

 

 

Selektionsstufen im Rahmen eines Zuchtprogramms

 

Selektionsstufe 1:

 

 

 

Beurteilung des Fohlens bei Fuß der Mutter nach den Kriterien Abstammung und Merkmalen der äußeren Erscheinung

 

 

 

Selektionsstufe 2:

 

 

 

Körung der zweieinhalbjährigen Hengste bzw. Stutbuchaufnahmen der dreijährigen Stuten. Entscheidende Kriterien sind Typ, Exterieur, Bewegung sowie Informationen über die Leistungsveranlagung. Die Gesamtbewertung wird in Kör- bzw. Stutbucheintragungsprotokollen (Punktzahl) ausgedrückt.

 

 

 

Selektionsstufe 3:

 

 

 

Hengstleistungsprüfung auf Station bzw. Zuchtstutenprüfung auf Station und im Feld. Aus diesen Prüfungen resultiert die Zuchtwertschätzung für Hengste und Stuten. Die Eigenleistungsprüfung ist eine der wichtigsten Selektionsstufen im Zuchtprogramm. Nach abgelegter Leistungsprüfung dürfen Hengste nach dem Deutschen TZG, sofern sie bei einem Zuchtverband gekört und anerkannt sind, in vollem Umfang in der Zucht eingesetzt werden.

 

 

 

Selektionsstufe 4:

 

 

 

Zuchtwertschätzung für Hengste und Stuten anhand der Eigen- und Nachkommenleistungen im Turniersport sowie bei den Zuchtbuchaufnahmen und Stutenleistungsprüfungen. Mit Hilfe der Tiermodellzuchtwertschätzung können alle verfügbaren Leistungsinformationen über das Zuchtpferd selbst sowie seine Nachkommen und Seitenverwandten einbezogen werden. Diese Informationen werden auf Umwelteinflüsse (Konkurrenz, Reiter, Region usw.) korrigiert und im Vergleich zu anderen Zuchtpferden ausgewertet. Im Ergebnis der Zuchtwertschätzung werden Zuchtwerte für Exterieur, Reiteignung (ZWS/M-V) sowie Dressur und Springen (ZWS/FN) und der Gesamtindex mit ihren Genauigkeiten ausgewiesen.

 

 

 

 

 

 

Güstrow, 7.4.03 – Der Vorstand