des Vorstandes zur Sicherung der Identität der Abstammung, zum Dopingtest und Verfahren bei Ankaufsuntersuchungen ggf. incl. Röntgenaufnahmen bei Verbandsanerkennungen

Besondere Bestimmung des Vorstandes

 

 

Nr. 04-12/03

 

 

 

Festlegungen

 

des Vorstandes zur Sicherung der Identität der Abstammung, zum Dopingtest und Verfahren bei Ankaufsuntersuchungen ggf. incl. Röntgenaufnahmen bei Verbandsanerkennungen

 

 


 

 

1. Identitätssicherung per Blutserologie

 

Zur Sicherung der Identität eines Junghengstes erfolgt anläßlich der entsprechenden Junghengstanerkennung die Blutentnahme für die Erstellung der Bluttypenkarte durch den für die Veranstaltung zuständigen Veranstaltungstierarzt. Die Kosten für die Identitätssicherung per Blutserologie trägt der Besitzer, der den Hengst zur Körung/Anerkennung vorgestellt.

 

 

 

2. Abstammungssicherung durch Genomanalyse

 

Der Besitzer bzw. Verkäufer eines anerkannten Zuchthengstes haftet für die zutreffende Angabe der Abstammung und ist diesbezüglich nachweispflichtig.

 

Bei anerkannten Hengsten muß per Genomanalyse ein Elternschaftsnachweis vom Besitzer auf seine Kosten bis zum 31. 12. des jeweiligen Anerkennungsjahres bei der Verbandsgeschäftsstelle vorgelegt werden. Hierfür können vom Verband die notwendigen Formulare und Entnahmematerialien angefordert werden. Sie sind an das angegebene Institut zu senden. Die Blutentnahme/Haarprobenentnahme für den Elternschaftsnachweis erfolgt sofern nicht anders angewiesen durch den für den Besitzer zuständigen Tierarzt.

 

Sofern nach der ersten Untersuchung noch Zweifel an der zutreffenden Angabe der Abstammung bestehen, ist durch den Besitzer auf seine Kosten eine zweite Untersuchung per Genomanalyse (Fingerprinting; Multi-Locus) am angegebenen Institut zu veranlassen.

 

Bestätigt dieses Überprüfungsgutachten die Zweifel an der betreffenden Angabe der Elterntiere, hat der Verkäufer den Hengst zurückzunehmen.

 

Bestätigt das zweite Überprüfungsgutachten die Zweifel nicht, so hat der Käufer den Hengst abzunehmen bzw. zu behalten.

 

 

3. Dopinguntersuchung / Röntgen / Tierärztliche Untersuchung Dopinguntersuchung

 

Stichprobenartig können einzelne Hengste zur Dopinguntersuchung herangezogen werden. Die Probennahme erfolgt im Rahmen der Hengstanerkennung. Das Präsidium legt Anzahl und Modus der Probennahme fest. Die Kosten trägt der VPZ / MV. Sofern ein Dopingverstoß nachgewiesen wird, entfallen die Voraussetzungen für die Körung / Anerkennung eines Hengstes. Eine bereits erfolgte Körung / Anerkennung ist zu widerrufen. Der Besitzer des hengstes zum Zeitpunkt der Körung / Anerkennung trägt alle mit diesem Verfahren ergebenen Kosten und Schadensersatzansprüche incl. Übernahme der Kosten für die A-Kontrolle und ggf. erforderliche B-Kontrolle.

 

Tierärztliche Untersuchung/Röntgen

 

 

 

Die tierärztliche Untersuchung bezieht sich auf die gesetzlichen Bestimmungen. Bei Verkauf kann der Käufer vom Verkäufer auf dessen Kosten eine Ver-/Ankaufsuntersuchung incl. Röntgenaufnahmen fordern.

 

 

Erstellte Röntgenaufnahmen sind Bestandteil der Verkaufshandlungen. Die Kosten sind vom Verkäufer zu tragen.

 

 

 

Güstrow, 18.12.2003

 

 

Der Vorstand –