Turnierrichter und Parcourschef Karl-Heinrich Schröder gestorben

Wir erhielten die traurige Nachricht, dass sich der Lebenskreis des Güstrowers Karl-Heinrich Schröder, einem Urgestein des Pferdesports, am 26. Februar im 82. Lebensjahr geschlossen hat. In Reiter- und Freundeskreisen nur „Globi“ genannt, fühlte sich der Verstorbene bis zuletzt eigentlich gut, wenn ihm auch die Beine und die Kurzatmigkeit zu schaffen machten. Noch am 14. Februar meldete er sich aus der Reha in Malchow lebensfroh, wo er sich nach einer Stent-OP erholte. Am 26. Februar jedoch hat der stets unermüdliche und fleißige Arbeiter seine Augen für immer geschlossen. Karl-Heinrich Schröder war bereits Ende der 1950er Jahre auf allen großen Turnierplätzen des Landes mit seinen Güstrower Reiterkolleginnen und -kollegen erfolgreich unterwegs. Mit den Pferden Furtwängler, Armin und vor allem Neuland war er ein „gefürchteter“ Konkurrent. Sein erfolgreichstes Pferd aus jener Zeit war der braune Wallach Neuland. Ein flinker Sportpartner, der selten einen Fehler machte. Mehrfach siegte er beim damals bekannten Turnier in den L- und M-Springen in Schwetzin in der Nähe von Teterow, in der Regel mit deutlichem Zeitvorsprung.

Einer seiner engsten Teamkameraden im ständigen Wettstreit in den Parcours war Christian Beggerow. Dabei tauschten sie die Pferde oft gegenseitig aus. Die Güstrower Reitercrew zu der auch Birgit Manski, deren Ehemann Erich†, später Franz Kellner† und viele andere gehörten, war stets eine leistungsstarke Truppe.

Als Karl-Heinrich Schröder und Christian Beggerow den Sattel mit der Turnierrichterlaufbahn eintauschten, blieben sie ein Team. Karl-Heinrich Schröder war im wahrsten Sinne des Wortes sehr vielseitig. Sowohl am Richtertisch als auch im Reitverein Güstrow, wo er unermüdlich seine Fähigkeiten und Fertigkeiten als Holzbearbeitungsfachmann bei Reparaturen einbrachte. Auch in der Vorbereitung und Durchführung der beliebten Güstrower Turniere war er eine nicht wegzudenkende Stütze von Birgit Manski, die bis heute die Hauptlast in der Organisation trägt. Darüber hinaus hatte Karl-Heinrich Schröder ein gutes Händchen bei der Ausbildung junger Reiter. Das fing mit seinem Sohn Dirk an, solange der in Güstrow ritt, bis er als Hufschmied nach Passin wechselte.

Zuletzt war es die 17-jährige Hannah Gebauer, die, gefördert von ihrer Mutter Corinna, mit seiner Unterstützung aktuell zu den erfolgreichsten Nachwuchsspringreiterinnen in Mecklenburg-Vorpommern gehört. Karl-Heinrich Schröder hinterlässt eine Lücke im Pferdesport unseres Bundeslandes. Alle die ihn kannten, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. (fw)

 

Bildtext: Karl-Heinrich Schröder aus Güstrow ist im Alter von 81 Jahren gestorben. © Jutta Wego