Bernd Drephal stellt in Krumke den Siegerhengst des Rheinisch Deutschen Kaltbluts

(Krumke) Bereits zum siebenten Mal fand Anfang November eine gemeinsame Kaltblutkörung der Pferdezuchtverbände Brandenburg-Anhalt und Sachsen-Thüringen, dem Verband der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern und dem Stammbuch für Kaltblutpferde Niedersachsen in Krumke (Sachsen-Anhalt) statt. Einmal im Jahr wird diese Veranstaltung im Pferdesportzentrum Krumke zum Mekka für Kaltblutpferde und hat inzwischen einen festen Platz im Terminkalender vieler Kaltblutfreunde aus nah und fern.

Von den 30 genannten Hengsten aus sieben verschiedenen Bundesländern, wurden 25 aufgetrieben, wobei der Schwerpunkt traditionell beim Rheinisch-Deutschen Kaltblut liegt. Breit gefächert sind die verschiedenen Farbschläge sowie die väterlichen und mütterlichen Abstammungen. In einem weiteren Block kamen Hengste der Rassen Schwarzwälder Kaltblut, Süddeutsches Kaltblut, Hannoversches Kaltblut und Noriker zum Auftrieb.

Zum Siegerhengst der Rasse Rheinisch-Deutsches Kaltblut avancierte, wie schon 2017, ein in Mecklenburg-Vorpommern gezogener Sohn des Adriano aus der Staatsprämienstute Heidi v. Helios x Eldur x Bodo. Der von Bernd Drephal (Malchow) gezogene und ausgestellte bewegungsstarke Hengst ist Vollbruder zum Körsieger Adenauer aus dem Vorjahr, der aber von Wolfgang Schmidt in Roggentin bei Mirow gezogen wurde. Adenauer, den das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt Neustadt-Dosse 2017 nach der Körung erwarb, hat gerade in Redefin die Hengstprüfung mit Wertnote 7,72 absolviert. Mit der Körung dessen Vollbruders in diesem Jahr setzt sich die hohe Qualität der in Mecklenburg-Vorpommern gezüchteten Rheinisch Deutschen Kaltblüter fort.

Keine Kaltblutzuchtveranstaltung ohne Pferde von Günther Lüdders aus Göhren-Lebbin. Der erfolgreichste Züchter des Rheinisch Deutschen Kaltbluts in MV war auch in Krumke mit einem zweieinhalbjährigen Zuchtprodukt vertreten. Der Braunschimmel vom Elitehengst Louis aus der Staatsprämienstute Nordelbe II (v. Nerlinger x Silvio x Ardo) wurde ebenfalls gekört. Mutter Nordelbe II (10 Jahre), die über deren Großmutter StPrSt. Eibe (v. Eberhard II) aus einem der erfolgreichsten Stutenstämme von Günther Lüdders hervorgegangen ist, brachte 2014 bereits den gekörten Landmann (v. Louis). Ihre Halbschwester Norderelbe aus der StPrSt. Eibe lieferte 2015 den gekörten Hengst Anies, der am 1. November mit Wertnote 8,34 die Kaltblutprüfung in Redefin gewann. Auch dessen Halbbruder Lindor (v. Luis) wurde 2015 in Krumke gekört. Eine unendliche Erfolgsgeschichte die Günther Lüdders vorzuweisen hat.

Schließlich wurde in Krumke noch ein weiterer Rheinisch Deutscher gekört, der westfälische Papiere hat und in MV eine Beschälerbox. Der bereits dreieinhalb Jahre alte Fuchshengst von Franco x Preußenstern (Sächsisches Kaltblut) x Hanfried, wurde vom Landgestüt Redefin erworben und ausgestellt. Züchter ist Wilhelm Lagemann aus Witten-Bommern. Auch dieser Hengst hatte kurz zuvor am 1. November die Eigenleistungsprüfung absolviert und mit Wertnote 8,21 ganz hervorragend abgeschnitten.

Mit einer weiteren Prämie wurde in Krumke neben dem Sieger ein Sohn des Baron a.d. Elina v. Nestor van Gassbeek aus der Zuchtstätte der Brücker Agrar- und Landschafts GbR bedacht. Ebenso ein Erdinger Gold-Sohn a.d. Haylee v. Helmut (Züchter und Aussteller die ZG Siegfried und Alexander Biegel aus Harsewinkel). Dieser sympathische Fuchs wurde vom niedersächsischen Landgestüt Celle erworben und erhält dort unter dem Namen Edwin II eine Box als Landbeschäler.

In dem Ring der sonstigen Kaltblutpferde setzte sich der Schwarzwälder Kaltbluthengst v. Feuerstein a.d. Mara v. Milan als Körsieger durch − gezogen und ausgestellt von Aide Bartels aus Wangelstedt. (FW/BS)

 

Bildtext

Die in MV gezogene Staatsprämienstute Heidi (v. Helios x Eldur x Bodo) brachte wie schon 2017 mit Adriano den bewegungsstarken Körsieger bei den Rheinisch Deutschen Kaltblütern in Krumke, den Bernd Drephal in Malchow gezogen hat. Fotos: Peter Tendler