ANIES von Arvid – Siegerpferd der Kaltblutprüfung in Redefin

(Redefin) Zum ersten Mal war das Landgestüt Redefin Gastgeber der Eigenleistungsprüfung für das Kaltblut. Das Team von Roland Volkmann hatte über drei Wochen 13 Pferde (12 Rheinisch Deutsche und 1 Schwarzwälder Kaltblut), darunter vier Hengste, gut auf die Prüfung vorbereitet. Am Prüfungstag kam mit Emba Dbg (v. Antonio) ein weiteres Pferd im Rahmen einer Feldprüfung hinzu.

So bewegten sich die einzelnen Noten überwiegend im guten (8) und ziemlich guten (7) Bereich. Was die Umgänglichkeit betrifft so gab es auch fünfmal eine 10 (ausgezeichnet), einmal au ch für die Leistungsbereitschaft. Darüber hinaus stehen eine Reihe sehr guter Noten (9) in den Protokollen. Ein besonders gutes Gefühl hatte Fremdfahrer Siegfried Finck (Zehlendorf), der im Mittel 8,96 vergab, also fast „sehr gut“. Lediglich bei jeweils zwei Probanden musste die Jury am Finaltag wegen einzelner Taktstörungen im Schritt und im Trab beim Fahren einer Dressuraufgabe unter der 7,0 bleiben.

An den Leinen verstanden es Mario Kappe, Fred Schicktanz und Elmar Wißling am Prüfungstag das gesamte Leistungsspektrum der Kaltblüter abzurufen. Die gewichtete Endnote in der Stationsprüfung betrug 7,72. Fahren und Ziehen lagen mit 7,61 und 7,62 ganz dicht beieinander und deutete in Richtung „gut“.

Sieger wurde mit einer Endnote von 8,47 der Rheinisch-Deutsche Kaltblut Hengst ANIES, den Günther Lüdders (Göhren-Lebbin) mit Arvid aus der Nordelbe II von Nerlinger - Eberhard II gezüchtet hat. Nordelbe II brachte 2012 schon den gekörten Hengst Landmann von Louis. Der Besitzer Tom Eichler aus Rehfelde Werder hatte den dreijährigen Braunschimmel vor der Prüfung schon in der Forstwirtschaft eingesetzt. Die Routine vor dem Schlitten (Schwerer Zug) und im Schwachholzziehen (9,0) war ihm anzusehen. Das zweitbeste Ergebnis (8,21) der vier Hengste brachte ein noch namenloser Fuchshengst aus dem Landgestüt Redefin, der in Witten-Bommern (NRW) bei Wilhelm Lagemann gezogen wurde. Der Franco-Sohn aus einer Preußenstern - Hanfried-Mutter wurde wenige Tage danach am 3. November in Krumke (Sachsen-Anhalt) gekört. Auch er ausgesprochen umgänglich (10), zeigte jedoch eine leichte Schwäche im schweren Zug (6,5). Seine Interieurwerte glichen das allemal aus und der Fremdfahrer hatte mit 9,5 ein mehr als sehr gutes Gefühl.

Von den neun Stuten hatte die von Günther Lüdders gezogene und ausgestellte Staatsprämienanwärterin LANDLADY von Louis aus der Norelli v. Norfolk - Edzar - Bertold mit 8,38 die höchste Endnote. Norelli ist bereits Mutter der gekörten Hengste Landmesser (v. Louis) und Ammaretto (v. Arvid). Tochter Landlady hat mit dem Prüfungsergebnis die endgültige Zuerkennung des Titels Staatsprämie geschafft. Auch sie erhielt ein glattes „ausgezeichnet“ (10) für die Umgänglichkeit. Der Trainingsleiter gab zweimal 9,0 für die Manier im Holzrücken und im schweren Zug. Kaum nach steht Landlady die Stute ALMA von Amethys von Wernstedt, die Raiko Böttcher (Cammin) aus einer Engardin - Edzar - Bodo-Mutter gezogen hat, die die Prüfung mit 8,30 beendete. Aussteller der braunen Stute ist Ewald Steeg aus Lehsten bei Möllenhagen. Sie hat für die Umgänglichkeit und Leistungsbereitschaft sogar zwei eine 10 bekommen.

Dr. Siegfried Hoffmann, Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, stellte abschließend fest, dass er die Kaltblutszene ganz besonders beobachtet und dass der Durchgang dieser Leistungsprüfung einer der besten der vergangenen Jahre war. Die Züchter dieser Rasse wünschen sich eine Fortführung dieser Prüfung in Redefin. (Begall/Wego)

 

Bildtexte

ANIES:

Bester Hengst der Stationsprüfung in Redefin war mit Endnote 8,47 ANIES, den Günther Lüdders (Göhren-Lebbin) mit Arvid aus der Nordelbe II von Nerlinger - Eberhard II gezüchtet hat. Foto: Peter Tendler

LANDLADY:

Die höchst bewertete Stute stellte Günther Lüdders mit Staatsprämienanwärterin LANDLADY aus (Louis - Norfolk – Edzar), die mit Wertnote 8,38 abschloss. Foto: Peter Tendler