Bleibt der Schenkelbrand – oder adé?

Unverändert schwebt das Thema Schenkelbrand wie ein Damoklesschwert über der deutschen Pferdeszene.  Zum Jahresende 2018 läuft das Brennrecht der Pferdezuchtverbände aus und das Brennen wird im Hinblick auf den Einsatz eines Lokalanästhetikums in einem Atemzug mit der Kastration von Ferkeln behandelt. Dr. Norbert Camp, Vorsitzender des Trakehner Verbandes erklärte anlässlich der FN-Jahrestagung Zucht am 02. Mai in Magdeburg, die Zulassungsbehörde habe signalisiert, dass sie die Zulassungsvoraussetzungen völlig anders bewertet als von den Zuchtverbänden erwartet. Man müsse auf politischer Ebene aktiv bleiben. Es werde ein Medikament gesucht, das lokal den Schmerz lindere. Man habe sich seinerzeit auf den falschen Terminus der Schmerzausschaltung eingelassen, man hätte weiter auf der ursprünglich avisierten Formulierung Schmerzlinderung bestehen müssen.

Eine Verlängerung des Brennrechtes wird es laut dem Geschäftsführer Zucht Dr. Klaus Miesner nicht geben. Derzeitiger Sachstand lt. Dr. Miesner: „Wir müssen bis Jahresende liefern, haben aber zur Zeit eigentlich keine  Lösung. (CS/EB)