Landes-Elitefohlenchampionat in Mecklenburg-Vorpommern

Eine in dieser Breite noch nie dagewesene Qualität begeisterte Züchter, Richter und Besucher (Reez) Sie sind der Meinung „das war Spitze“ hätte Entertainer Kai Pflaume sicher gesagt, wenn er in Reez dabei gewesen wäre. Das Mecklenburger Landeselitefohlenchampionat war von einer Qualität, die die Gastrichter Volker Hofmeister (Hannover) bei den Ponys- und Kaltblutfohlen und Hans-Heinrich Brüning (Ochtmanien/Südstedt bei den Mecklenburgern, die die Kommentierung und Zuchtkritik aller Fohlen vornahmen, zwischendurch immer wieder zu Lobeshymnen hinrissen. „Die bekannt hohe Qualität der Haflinger bei Ihnen übertrifft heute alles bisherige“, oder „so einen Durchmarsch aller Fohlen, ausnahmslos Elitequalität, haben wir noch nie gesehen“, oder „ich bin begeistert von diesen Reitponyfohlen die jeder Konkurrenz Stand halte“, sind einige Sätze von Volker Hofmeister. Hans-Heinrich Brühnung, der die Entwicklung der kleinen aber feinen Mecklenburger Zucht seit vielen Jahren als Richter auf verschiedenen Ebenen verfolgt, legt später nach: „die springbetont gezogenen Fohlen sind eine Klasse für sich und etliche könnten auch mit den dressurbetont gezogenen gut konkurrieren“, oder „eine Spitze übertrifft die andere, noch nie hatten wir so viele Fohlen die die 80-Punkte-Marke überstiegen“. Diese Sätze hörten die Züchter und die Verbandsvertreter gern. Erstmals fand das Championat zwei Kilometer vor Groß Viegeln, dem bisherigen Austragungsort, in Reez statt, weil auf der Anlage von Holger Wulschner zeitgleich das Junior-Ostsee-Championat stattfand. Holger Wulschner musste seine Termine wegen des Internationalen Turniers Ende Juli in Berlin verlegen. Befürchtungen, dass der neue Austragungsort eine Qualitätsminderung bedeuten könnte, wurden nicht bestätigt. Das Team um Andreas Zahn, dem Mitbesitzer der Anlage in Reez, hat in Verbindung mit den Mitarbeitern der Zuchtverbandsgeschäftsstelle alles getan um die Veranstaltung zum Erfolg zu führen. Hans-Heinrich Brühning lobte denn auch zum Schluss die Organisation und die Organisatoren selbst. „Wir haben nicht ein einziges Mal warten müssen bis das nächste Fohlen kam und konnten zügig arbeiten“, so sein Statement.   Dragon Hill, D’Olympic, Bernay und Balou Peggio stellten die Sieger bei den Mecklenburgern Die Mecklenburger wurden von 53 Fohlen vertreten. Diese waren, im Katalog nach Hengst- und Stutfohlen getrennt, in dressurbetont gezogen und springbetont gezogen eingeteilt. Stutfohlen waren es 31, davon 8 dressurbetont und 21 springbetont gezogen. Hengstfohlen waren mit 24 in der Minderheit. Darunter befanden sich 11 mit einem Dressur-Pedigreé und 13 mit einem Spring-Pedigreé. Wobei die Übergänge fließend waren und bei einigen Fohlen fragte man sich warum sie dort eingeteilt waren wo sie eingeteilt waren. Gerichtet wurden die Fohlen von jeweils drei Richtern (Hans-Heinrich Brühning, MV-Vizepräsident Dieter Quaas und Zuchtleiter Uwe Witt) im offenen getrennten Richtverfahren durch das Anzeigen der Wertnoten auf Notentafeln. Es gab ganze und halbe Noten. Abstammung und Züchter/Besitzer kannten die Richter nicht, zumindest hatten sie dazu an ihrem Arbeitsplatz keine Unterlagen. Alle Fohlen die in der Summe der drei Bewertungskriterien Typ und Model, Exterieur und Bewegung 74 Punkte erreichten, was einer Durchschnittswertnote von 8,22 entspricht, erhielten den Titel „Elitefohlen“. 24 Stutfohlen und 22 Hengstfohlen wurde dieser Titel zugesprochen. Das sind 90,57 Prozent aller vorgestellten Fohlen. Der Rest behielt die Verbandsprämie, wie auch alle anderen Fohlen die auf den Vereinsfohlenschauen zwar die Verbandsprämie erhielten, trotz Zulassung aber nicht zur Eliteschau erschienen. Zehnmal hieß die Gesamtnote 80,0 und besser, was einer Wertnote von 8,89 entspricht und verbal „sehr gut„ bedeutet. Das sind immerhin 18,87 Prozent der ausgestellten Fohlen. Der Mittelwert der vergebenen Wertnoten betrug für den Typ 8,8, für das Exterieur 8,3 und für die Bewegung 8,6. Für alle drei Bewertungskriterien zusammen erreichten die 53 bewerteten Mecklenburger Fohlen eine Durchschnittswertnote von 8,57 oder 77,13 Punkte. Mit 86 Punkten (WN 9,56) das höchst bewertete Fohlen des Tages stellte der Redefiner Landbeschäler D’Olympic. Das Gestüt Lindenhof von Turnierrichter Rudolf Wendler aus Kritzow hat die Holsteiner Stute Biscaya v. Cassiano / Larioni mit dem Elitehengst D’Olympic angepaart und daraus dieses trockene, großrahmig und langbeinige braune Fohlen gezogen, das alle anderen in den Schatten stellte. Man darf über den weiteren Werdegang von Darwina, so heißt das Stutfohlen, gespannt sein. Dreimal steht die 10 im Bewertungsprotokoll.   82,0 Punkte erhielt das Balou Peggio / Castino / D’Olympic-Fohlen aus der Zucht und dem Besitz von Frank Froh, Hagenow, das bei den springbetonten Stutfohlen den 2. Platz belegt. Dritte mit 80,5 Punkten wurde das Schimmelfohlen von Leevster, das Friedrich & Uwe Beltz in Siemitz aus ihrer Cero I / Altan II/T-Stute Cheyenne S gezogen haben, das bereits einen neuen Besitzer gefunden hat.   81,5 Punkte erhielt das Rapp-Stutfohlen von Dragon Hill das bei den dressurbetont gezogenen Sieger wurde. Susanne van Pas aus Warlitz hat es aus der KWPN-Stute Viefke v. Amsterdam / Michelangelo/T. gezogen. 80,0 Punkte gab es für das an zweiter Stelle platzierte braune Fehrbellin-Fohlen aus der Zucht und dem Besitz von Freitag & Haida in Eldena das diese aus der Carla v. Count Up / Juventus gezogen haben. Auf Rang 3 stellten die Richter mit 79,5 Punkten ein weiteres braunes Fehrbellin-Fohlen aus einer Stute von D’Olympic / Weltmeyer, gezogen von Manfred Tiede aus Belsch. Der Redefiner Hengst Fehrbellin fiel besonders positiv durch seine Nachzucht in Reez auf. Unter den Hengstfohlen machte der Sprehe Vererber Berney das Rennen. Schade, dass drei prämierte Berney-Fohlen aus dem Katalog nicht erschienen. Mit 82,5 Punkten (WN 9,17) gab es zwei dressurbetonte Hengstfohlen an der Spitze. Die Richter gaben dem bewegungsstärkeren den Vorzug und das war das Rappfohlen von Volkmar Kriedg (Lentschow) das dieser aus der Staatsprämienstute Sitara von Swarowski / Rubinstern gezogen hat. Das Fohlen wurde noch vor Ort von der Hengststation Sprehe gekauft. Als gleichwertig kann das ebenfalls mit 82,5 Punkte an die zweite Stelle gesetzte Fehrbellin-Fohlen von Ina Felske (Katzenow) betrachtet werden, das diese aus der Schika von Sergeant Pepper / Mongolfier xx gezogen hat. Es wurde vom Landgestüt Redefin gekauft. 79,5 Punkte erhielt das Fehrbellin-Fohlen von Andrea Schramm aus Sukow, gezogen aus einer ungarischen Stute von Radihaza Martal / Hak. Auch Ulrich Prehl (Altkamp) fuhr mit einem Siegerfohlen nach Hause. Sein springbetont gezogenes schwarzbraunes Hengstfohlen von Balou Peggio aus einer Sandro Song / Kobold I-Mutter erhielt 83,0 Punkte (WN 9,22). Es gab durchweg 9 und für die Bewegung dreimal 9,5. Auf dem 2. Platz mit 81,0 Punkten folgte das braune Calisto-Fohlen aus der Zucht von Familie Maciej (Kavelstorf), das diese aus der Santara von Solar/T. / Kobar gezogen hat. Auf Rang 3 mit 80,5 Punkten prämiert wurde das Chancenreich-Fohlen von Zuchtverbandspräsident Jörg Hasselmann (Anklam). Die Hasselmann GbR hat es mit der Staatsprämienstute Classic Girl von Confinance / Juventus gezogen.     Deutsches Classic Pony von Janosch von Krummesse stahl allen die Schau - Nachkommen des Aristorin und Nancho’s Golden Star die Besten bei Haflingern und Reitponys Deutlich höher als bei den Mecklenburgern war die Zahl der vorgestellten Pony Fohlen und der zwei Vertreter des Rheinisch Deutschen Kaltbluts. Insgesamt wurde der Bewertungskommission, bestehend aus Volker Hofmeister, Armin Spierling (Leist) und Zuchtleiter Uwe Witt 90 Fohlen 15 verschiedener Rassen und Schläge vorgestellt. 68 erhielten den Titel Elitefohlen. Das sind 75,56 Prozent. Mit Noten jenseits der 80 Punkte wurden 21 Fohlen bewertet, was einem Anteil von 23,33 Prozent entspricht. Die höchste Zahl an Fohlen stellten mit 30 die Deutschen Reitponys. Es war eine Augenweide diese Fohlen zu beobachten und eine Demonstration der Reitponyzucht im Land. Auch daran zu erkennen, dass 26 von ihnen den Elitetitel erhielten. Ganz besonderen Grund zur Freude hatte Judith Schaepe aus Kleverhof bei Teterow. Bei den Hengsten stellte sie mit Nancho’s Golden Star den Sieger und den Reservesieger. 84,0 Punkte erhielt das Fuchsfohlen aus der Chadote von Centauro's Golden Flashlight / Calypso, das im Schnitt mit 9,33 bewertet wurde. 83,0 Punkte erhielt das Buckskin Fohlen aus der Staatsprämienstute Black Pearl von Wengelo's Nelson / Viorello. Beide Fohlen wurden zur Auktion des Ponyforums in Adelheitsdorf angenommen. Auch die beiden Spitzen bei den Stutfohlen erhielten vor Ort die Auktionszulassung. Mit 83,0 Punkten durfte sich Mario Mühlenberg (Friedrichsruhe) über den Sieg seines Buckskin Fohlens von The Breas My Mobility freuen, das er aus der Stute Casira von Casidor B / Callado gezogen hat. 82,5 Punkte gab es für das an 2 gestellte Rappfohlen von D-Day AT / Cockmoor Brenin Ebrill / Pole Position das Manuela Glowacki in Wanzlitz gezogen hat. Die Haflinger waren inklusive Edelbluthaflinger mit 17 Fohlen vertreten. Mit 84,0 Punkten stellte Axel Gudenschwager aus Goeritz das höchstbewertete Fohlen, das Sieger bei den Hengsten wurde. Er hat das ausgesprochen typstarke Fohlen mit Aristorin aus der Staatsprämienstute Jasmin von Standard-Rubin / Steinalm gezogen. Bei den Stuten siegte das Nagasus / Stradino / Askhan-Fohlen aus der Zucht des Haflingergestütes Reimer (Zarnewanz) mit 79,0 Punkten. 79,0 Punkte gab es auch für das Wintersturm / Steinach / Aaron-Fohlen von Toni & Robert Pautsch (Gr. Petershagen), das in Typ und Exterieur nicht ganz mit der Siegerin mithielt und deshalb an die 2. Stelle gesetzt wurde. Inklusive eines Pinto-Fohlens waren die Schecken (Lewitzer) mit sechs Fohlen vertreten. Das braune Siegerstutfohlen (82,0 Punkte) stellte Karen Schröter (Ludwigslust-Hornkaten) aus, das sie mit Sho Master aus der Staatsprämienstute Ayuna von Alswin / Kortehoeve's Arthur gezogen hat. 78,0 Punkte erhielt das Hengstfohlen das als Sieger prämiert wurde. Der Braunschecke wurde in der Lewitz bei der P.S. Pferdehaltung GmbH mit JF Saceur aus der Sally von Seppe / Grandy gezogen. Drei Welsh-Fohlen waren in Reez dabei. Zwei gehörten der Sektion A an und eine Beka's Spartacus-Tochter der Sektion B. Alle drei erhielten mehr als 80 Punkte und die Welsh B Vertreterin aus der Zucht von Frank Wegner (Trinwillershagen) siegte mit 82,0 Punkten, das im Typ zweimal die 10 erhielt. Frank Wegner hat das Dunkelfuchsfohlen mit einer Eiluns Monopoly / Rakt's Rocky- Stute gezogen. Mit der Qualität, zumindest was die vergebenen Wertnoten betrifft, konnten die vier Rassegruppen der Shetlandponys nicht ganz mithalten. 32 Fohlen wurden bewertet, 18 erhielten den Elitetitel. Dabei waren 7 Minis, 19 Shetland und je drei Vertreter der Deutschen Partbred Shetland und Classic Ponys. Ein besonderes Schmuckstück war der kleine Classic-Hengst von Janosch von Krummesse, den Dirk Lüth aus Krummesse ausstellte. 85,0 Punkte erhielt der Rapptigerschecke, der für die Bewegung dreimal die Höchstnote 10 erhielt. Das beste Partbredfohlen stellte mit 77,5 Punkte Norman Tarnow (Südliches Anhalt) aus. Er hat den schwarzbraunen Hengst mit Goldbube aus der Donna von Rialto / Aron gezogen. Bei den Mini-Shetlandponys wurde mit 76,5 Punkten eine braune Stute von Cc's Pinocio / Dwight v. bromishet aus der Zucht von Frank John (Bernitt) zur Siegerin erklärt. Jeweils drei Stut- und Hengstfohlen prämierte die Kommission bei den 19 Shetlandponys. Bei den Stuten siegte mit 79,5 Punkte ein Fuchsfohlen von Sieger van Vries / Another Color van de Amstelhof (Willi Scheuvens, Geldern). Zweite wurde mit 75,0 Punkten die Fuchsschecke von Häuptlings Sunnyboy / Wiltord van't heut (Sebastian Baehr, Carmzow-Wallmow) und Dritte mit 74,5 Punkten ein Fuchsfohlen von Aron / Wim von der Geest (Andy Kunas, Gr. Voigtshagen). Elisabeth & Gisbert Koch (Setzin) stellte mit 80,0 Punkten das Siegerhengstfohlen. Sie haben den Fuchsfalbschecken mit Ambitie van de Zandkamp aus der Staatsprämienstute Powergirl II von Putz / Boy gezogen. Der Rappe von Aron / Rosedome of Transy (Aneka Kessen, Quickborn) erhielt auf dem 2. Platz 77,5 Punkte. Ebenso der Amadeus von Dalberg-Sohn, den Martina Kessen in Quickborn mit einer Clivocast Nelson-Stute gezogen hat, der sich aber nicht ganz so gute bewegte wie das Aron-Fohlen. Mehr zur Demonstration waren die beiden Rheinisch Deutschen Kaltblutfohlen von Günther Lüdders (Laschendorf) und Christian Platzeck (Alt Schwerin) dabei. Die Louis / Nerlinger / Silvio-Stute von Günther Lüdders war bereits Siegerstutfohlen beim Kaltblut-Fohlenchampionat in Brück und erhielt in Reez 82,0 Punkte. 79,0 Punkte gab es für das Hengstfohlen von Lindor / Achat / Elias aus der Zucht von Christian Platzeck, das in Brück den Ring der Hengstfohlen gewann. (Franz Wego)