Kaltblutfohlen aus Mecklenburg-Vorpommern siegten in Brück

Beim 13. offenen internationalen Brücker Kaltblutfohlen-Championat hat Christian Platzeck „mit seinem Sieger Hengstfohlen Luther gewissermaßen seinen Beitrag zum Lutherjahr geleistet“, kommentierte eloquent Brandenburgs und Sachsen-Anhalts Zuchtleiter Ingo Nörenberg den Erfolg des Alt-Schweriners. 36,5 Punkte, darunter 9,5 für den Typ, vergaben am Freitag (23.6.) in der Titanen Arena von Brück die Preisrichter Dieter Quaas, Vizepräsident des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommerns, und Erdmann Schulz, Rassevertreter Kaltblut im Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt, für den am 27. April geborenen Lindor-Louis Sohn. Sie würdigten damit den mutigen Schritt des renommierten Kaltblutzüchters und Titanen-Freaks Platzeck, den jungen, erst vierjährigen Lindor zum Beschäler von Hanka II (v. Achat) gewählt zu haben. Christian Platzeck hatte bei Günter Lüdders (Laschendorf) den Körsieger von Wickrath und nunmehr Warendorfer Landbeschäler ausgebildet. Nun werde gespannt der zweite Jahrgang erwartet, unterstrich Nörenberg. Ein Blick ins Pedigree der anderen Endringfohlen bestätigte, dass stets die hoch prämierten Erfolgstuten auch die Sieger und Platzierten unter den 33 gut herausgebrachten Rheinisch-Deutsches Kaltblutfohlen stellten, die zum Auftakt der größten Kaltblutshow Europas mit 16 Stut- und 17 Hengstfohlen erneut die größte Fohlenschau dieser Rasse boten. Bei den Stuten war Günther Lüdders aus Malchow, der bereits mehrfach Siegerfohlen in Brück stellte, gleich zweimal erfolgreich. Mit der bewährter Anpaarung des mehrfach preisgekrönten Louis, einem feinen, leistungsstarken Altmärker Kaltblut mit edlem Charakter und herausragenden Grundgangarten, an Landnelke I (Louis x Nerlinger) rangierte Lüdders mit 34 Punkten an der Spitze. Gleich dahinter platzierte sich mit 32,5 Punkten Landlady III (Louis x Norfolk). Der Braunschimmel Louis und Krumker Körungssieger 2009 gehört nach wie vor Lüdders und deckt im Landgestüt Redefin. Auch Manfred Scheel aus Spoldershagen bot Spitze. Bei den Hengsten belegte er mit 31,5 Punkten für einen Heidjer II (v. Verdun)-Sohn einen vierten Platz und brachte somit niederländisches Blut und starke Springvererbung auf den Ring. Zehn Rheinisch-Deutsche schickten die vielfach für die Organisation gelobten Haseloffs als Eventveranstalter in den Wettbewerb. Somit stellten die Brücker das stärkste Lot. Sie belegten mit 32,5 Punkten für den Erdmann-Sohn (Bertram) und 32 Punkten für den Orkan (Adrian) Nachkommen Platz zwei und drei bei den Hengsten. Allerdings fiel den Brückern der 2. Rang in den Schoß. Sie hatten vier Stuten, darunter die braune Altmärkerin Bluna LP, von der Sachsen-Anhaltinischen Agrargesellschaft Kläden übernommen, die wegen schwieriger Betriebsverhältnisse die Kaltblutzucht einstellte. Das nahm Ingo Nörenberg zum Anlass, an das zahlreichlich Publikum zu appellieren, sich als Privatzüchter noch mehr für die liebenswerten, leistungsstarken und dem Menschen sehr zugewandten Rheinisch-Deutschen Schwergewichte zu engagieren.   Bildtexte Hengst-Siegerfohlen. Foto: Alina Parakenings Stut-Siegerfohlen. Foto: Alina Parakenings