• Erich Manski im Alter von 76 Jahren gestorben

    Sein ganzes Leben hat der Pionier des Pferdesports in der Barlach-Stadt Güstrow verbracht.
    Erich Manski gehört zu den Pionieren des seit 65 Jahren organisierten Pferdesports in Güstrow. Am 16. Februar ist er im Klinikum Güstrow gestorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Birgit und die Söhne Volker und Andreas. Wenn es ihm auch seit einiger Zeit gesundheitlich nicht mehr gut ging, so kam sein Tod dennoch plötzlich und für alle unerwartet.
    Erich Manski im Jahre 2015 mit seiner Ehefrau Birgit, die 52 Jahre treu an seiner Seite war. Foto: Jutta Wego
    Der Name Manski hat dem Pferdesport über die Stadt hinaus seit Jahrzehnten ein Gesicht gegeben. Die Entwicklung der Organisation in Güstrow, mit mehreren Umstrukturierungen hin zum Reitverein Güstrow e.V., haben Erich Manski und seine Frau Birgit ganz wesentlich mitgeprägt.
    Bei Willi Adebahr, die ältere Generation wird den ersten DDR-Meister mit der Mecklenburger Stute Bianca noch kennen, hat Erich Manski im einstigen Reitstützpunkt am Spaldingsplatz das Einmaleins des Reitens erlernt. Zu seinen damaligen Mitstreitern gehörten solche Reiternamen wie der spätere DDR-Nationenpreisreiter Fredo Kasten oder die heute als Turnierrichter tätigen Karl-Heinz Schröder und Christian Beggerow.

    Erich Manski im Jahr 2015 mit seiner Ehefrau Birgit, die 52 Jahre treu an seiner Seite war. Foto: Jutta Wego

    Mit den Pferden Bento und Realist erzielte Erich Manski seine größten sportlichen Erfolge. Über den Reitsport lernte er auch seine Ehefrau Birgit kennen, die zu den erfolgreichsten Dressurreiterinnen in Güstrow gehörte. 2015 durften sie das immer seltener werdende Fest der „Goldenen Hochzeit“ feiern. Gemeinsam mit Birgit hat Erich Manski schon recht früh die Prüfung zum Turnierrichter abgelegt. Er übte dieses Amt bis Juni 2015 aus und wurde seit dem von der Landeskommission MV als Ehrenrichter geführt.
    Beruflich war er Bezirkstrainer im Bezirksleistungsstützpunkt Güstrow und ab 1972 bis 1990 Kreissportlehrer im Kreisvorstand Güstrow des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR (DTSB). Nach der politischen Wende war seine Tätigkeit als Kreissportlehrer nicht mehr gefragt. Erich Manski überlegte nicht lange. Reitsportgeschäfte waren zu der Zeit im Osten noch eine Geschäftslücke. Und so machte er sich, beginnend in der eigenen Garage, mit einem Reitsportfachgeschäft selbstständig. Längst hat sein Sohn Andreas die Leitung übernommen, der das familiäre Unternehmen zu einem europaweit expandierenden Betrieb mit zehn Mitarbeitern ausgebaut hat. Gegenwärtig wird an einem neuen Standort am Eingang von Güstrow, aus Richtung Teterow kommend, gearbeitet.
    Schon in jungen Jahren ließ sich Erich Manski in die Pflicht nehmen und übte verschiedene ehrenamtliche Leitungsfunktionen aus. Von 1962 bis 1990 war er Mitglied des Bezirksfachausschusses Pferdesport (BFA) des Bezirkes Schwerin. Auch im Kreisfachausschuss (KFA) und im Sektionsvorstand Güstrow war er tätig. Nach der Wende gehörte Erich Manski zu den Gründungsmitgliedern des Landesverbandes Pferdesport, war von Anbeginn Mitglied im Präsidium und übte bis 1999 die Funktion des Vizepräsidenten aus.
    Erich Manski ist Träger zahlreicher Auszeichnungen. Ihm wurden die Ehrennadeln des Deutschen Pferdesportverbandes und des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR in Gold verliehen. 2002 wurde er vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern für Reiten, Fahren und Voltigiere mit der Ehrennadel in Silber und 2010, anlässlich des 20-jährigen Verbandsjubiläums in Linstow, in Gold ausgezeichnet. Der Pferdesport in Mecklenburg-Vorpommern verliert in Erich Manski einen seiner Pioniere und bedeutenden Persönlichkeiten. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. (Franz Wego)