Verband der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern ehrte die Gisbert Koch und Heinz Schmidt

Für ihr großes Engagement zum Wohle der Pferdezucht in Mecklenburg-Vorpommern wurde der Shetlandponyzüchter Gisbert Koch aus Setzin und der Reitpferdezüchter Heinz Schmidt aus Neu Benthen mit einem großen Präsentkorb geehrte.

11-12-redefin-koerung-ehrung-gisbert-kochKein anderer im Land hat die Shetlandponyzucht so geprägt wie der 70-jähjrige Gisbert Koch. In der Altmark geborgen und hat der gelernte Schmied bis 1988 einen Betrieb mit staatlich anerkannter Pferdezucht geleitet. 1989 hat er sich mit seiner Frau Elisabeth in Setzin ein neues zu Hause geschaffen und eine Shetlandponyzucht aufgebaut, die mittlerweile zu den größten und erfolgreichsten Zuchtstätten in Europa zählt. 10 bis 15 Zuchthengsten und 30-35 Zuchtstuten bilden den Grundstock seiner mehr als 70 Ponys.

Gisbert Koch ist Gründungsmitglied der seit 1994 existierenden Interessengemeinschaft (IG) Shetlandpony MV und seitdem auch deren Vorsitzender. Er gibt den Takt und Ziele vor, bündelt Interessen und motiviert. Die IG Shetlandpony MV gehört zu den aktivsten Vereinen in MV, eine verschworene Gemeinschaft.

Ganz stark ist die IG unter der Leitung von Gisbert Koch bei vielen Schauauftritten. Sei es zur Messe Lebensart in Redefin, zu den jährlichen Hengstparaden, bei den Ganschower Stutenparaden oder zum Landeselitefohlenchampionat und zur Landeselitestutenschau anlässlich der MELA, die regelmäßig mit großen Auftriebszahlen von den Shetlandponyzüchtern dominiert werden. Die Nähe zum Landgestüt dokumentiert sich auch über die jährlichen Spenden aus dem Erlös von Verlosungsfohlen, die kürzlich die 100.000 Euro-Marke überschritten hat. Gisbert Kochs Verdienste liegen aber auch in der Aufrechterhaltung eines internationalen Netzwerkes an Shetlandponyzüchtern und in der Organisation und Durchführung der Stuten- und Hengstleistungsprüfungen für die Shetlandponyrassen in MV und darüber hinaus.

11-12-redefin-koerung-ehrung-heinz-schmidtAuch der Name Schmidt aus Neu Benthen ist über die deutschen Landesgrenzen hinaus als Zuchtstätte europäischen Formats bekannt. Heinz Schmidt, der zu DDR-Zeiten Leitungsfunktionen im Landwirtschaftsbetrieb seiner Region inne hatte und dafür sorgte, dass in dem Betrieb auch Sportpferde gehalten wurde, hat sich nach 1990 mit einem Milchvieh- und Pferdezuchtbetrieb privatisiert.

Mit viel Sachverstand, dem nötige wirtschaftliche Feeling und Sohn Heiko an der Seite, konzentrierten sich die betrieblichen Geschäfte bald nur noch auf Pferde und Pferdezucht, die auf höchstem internationalen Niveau betrieben wurde. Das Milchvieh wurde abgeschafft, ein Hengststall gebaut und die in den 1990er Jahren errichtete Reitanlage erweitert.

Mit den Kauf des Cantus x Windesi xx-Sohnes Cellestial 1996 als zweieinhalbjährigen Hengst gelang Heinz Schmidt ein Glücksgriff, der nicht nur seinem eigenen Betrieb weiteren Auftrieb gab, sondern als dominanter Vererber in 20 Jahren auch die Pferdezucht in Mecklenburg-Vorpommern ausgesprochen positiv beeinflusst hat. Mit dem Springsieger der 26. Mecklenburger Körtage in Redefin hat Cellestial und somit auch Heinz Schmidt als sein Halter einen weiteren Fixpunkt gesetzt. Inzwischen sind 24 Söhne von dem mit 22 Jahren immer noch völlig gesunden und lebensfrohen Cellestial gekört. 150 Stuten sind von der „weißen Wolke“, wie der Schimmel gern genannt wird, eingetragen, 18 tragen den Staatsprämientitel. Mehr als 300 Nachkommen sind im Sport eingetragen, 75 mit Erfolgen bis zur Klasse S.

Hätte Heinz Schmidt 1996 nicht den Mut gehabt den Hengst zu kaufen und mit einer hohen Kaufsumme ist Risiko zu gehen, wäre die Pferdezucht in Mecklenburg-Vorpommern um einiges ärmer. Der Verband der Pferdezüchter bedankte sich anlässlich der Körung bei ihm mit einem großen Präsent.