• Uliza-N gewann die Kaltblutprüfung in Ganschow

    10-28-ganschow-landfrau-stand(Ganschow) 13 Pferde hat Trainingsleiter Manfred Ulrich am 7. Oktober zur Stationsprüfung in der Zuchtrichten Fahren und Ziehen ins Training genommen. Elf von ihnen wurden den Richter und dem Testfahrer am 28. Oktober zum Abschlusstest vorgestellt. Komplettiert wurde das Prüfungslot durch die dreijährige Schwarzwälder Kaltblutstute Wurzel (v. Don Olewo), die von Besitzer Torsten Bezneck (17139 Hungerstorf) im Rahmen einer Feldprüfung präsentiert und in 34225 Baunatal gezogen wurde.

    Alle anderen Probanden, ausnahmslos Rheinisch Deutsche Kaltblüter, darunter der vierjährige Braunschimmel-Hengst HAAKON (v. Heidjer II x Verdun) aus der Zucht von Manfred Scheel (Spoldershagen), hatten Papiere des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern. Unter den zehn Stuten befanden sich je fünf dreijährige und vierjährige Pferde. Das Prüfungsniveau war hoch. Die Pferde aus der Stationsprüfung schlossen mit einer mittleren gewichteten Endnote von 7,86 ab. Den höchsten Mittelwert vergab der Fremdfahrer mit 8,14 Punkten. Der Trainingsleiter bescheinigte den Pferden eine gute Umgänglichkeit (8,27). Die niedrigsten Durchschnitswerte gab es im schweren Zug. Wobei der Trainingsleiter mit 7,05 strengere Maßstäbe angelegt hat als die Prüfer (7,18). Bei allgemein homogenen Bewertungen, gab es den größten Unterschied im Schwachholz ziehen in Rückemanier. Der Trainingsleiter bescheinigten den Pferden ein deutliches „gut“ (8,27), die Prüfer lagen mit 7,77 einen halber Zähler niedriger. Die drei Merkmalsblöcke ergaben im Schnitt: Interieur 8,17, Fahren 7,73, Ziehen 7,81.

    Siegerin der Prüfung wurde die vierjährige braune ULIZA-N (v. Ulan x Eberhard I) aus der Zucht und dem Besitz des Landwirtschaftsbetriebes Trent (Rügen). Das „N“ im Namen steht für Familie Neubauer, die Inhaber des Landwirtschaftsbetriebes. Die Stute beendete die Prüfung mit Wertnote 8,35. Sie stemmte sich förmlich in den schweren Zug, was mit 8,59 belohnt wurde. Der Trainingsleiter sagte „ausgezeichnet“ und gab die Idealnote 10. Im Etwas schwach begonnen, steigerte sie sich im Fahren deutlich und erreichte am Ende noch eine 7,90.

    Auf dem 2. Platz lagen zwei Pferde gleichauf mit Wertnote 8,23. Dazu gehörte der Hengst HAAKON der ebenfalls vom Landwirtschaftsbetrieb Trent als Besitzer ausgestellt wurde. Durchweg mit 8er Noten versehen, sahen die Prüfer am Prüfungstag lediglich beim Fahren im Trab und in der schweren Zugarbeit eine ganz leichte Schwäche (7,50). Sonst hätte der Hengst die Prüfung auch gewinnen können.

    Ebenfalls 8,23 betrug am Ende das Prüfungsergebnis von der vierjährigen LANDFRAU, die Günther Lüdders (Laschendorf) mit seinem Elitehengst Louis und der Nordelbe v. Nerlinger gezogen und ausgestellt hat. Die Braunschimmel-Stute war nach Ansicht des Trainingsleiters die Beste in der Fahranlage (9,0) und im Schwachholzziehen (9,0). Für die Prüfer war sie die Beste im Schritt (8,0) und im schweren Zug (8,5). Ein schwacher Beginn im Training in einigen Merkmalen, bei dem der Trainingsleiter auch schon Noten vergibt (dreimal 6,5) war der Grund, dass die Endnote, bei Teilwerten von 8,75 (Interieur), 7,78 (Fahren) und 8,35 (Ziehen) nicht noch höher ausgefallen ist.  (Franz Wego)

     

    Bildtext

    Die vierjährige Rheinisch Deutsche Kaltblutstute Landfrau (v. Louis) (Z.u.B.: Günther Lüdders, Laschendorf) wurden mit Wertnote 8,23 Reservesiegerin der Prüfung im Fahren und Ziehen in Ganschow. Foto: Jutta Wego